Elb-H-Jollen Interessengemeinschaft

Bauvorschrift

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7. Elb-H-Jolle Vollholz

In diesem Abschnitt sind folgende Punkte beschrieben:

  1. Mallen
  2. Baubesteck
  3. Rumpfvermessungt
  4. Wägung

Alle Abmessungen, Querschnitte und Stückzahlen der Bauteile sind Mindestmaße, alle Längen und Abstände der Bauteile sind Höchstmaße.

Mallen

Die Mallen sind nach der vom B.S.C. herausgegebenen Stahlschablone durchzuzeichnen und sollen so abgeschrägt sein, daß die größere Mallenseite jeweils der Mallinie der Schablone entspricht. Das fertige, mit der größeren Seite auf die Schablone gelegte Mall darf an keiner Stelle die Innen- oder Außenkante der 3mm Löcher überschreiten. Die Mallen dürfen nur in Gegenwart des Vermes­sers ausgebaut werden. Vorher müssen die ein­gebogenen Spanten, mit Aus­nahme derjenigen an den Stellen der Mallen, fest eingebaut sein. Sämtliche Bodenwrangen, außer denen im Bereich des Schwertkastens, müssen fest eingenagelt und an ihren Enden sowie am Kiel fest eingenietet oder verschraubt sein. Außerdem muß zur Verhinderung einer Veränderung der Bootsbreite, vor dem Herausnehmen der Mallen, diese durch Aufnageln von Latten an vier Stellen neben den Mallen 2, 4, 6, 8 festgelegt sein. Abstand der Mallen siehe Bauzeichnung. Das Aufstellen des Kiels soll auf einer waagerechten Helling erfolgen. Die Mallinien sollen auf der Helling markiert und die notwendigen Unterklotzungen so angebracht sein, daß an den Mallinien leicht der Abstand zwischen Unterkante Kiel und Oberkante Helling nachzuprüfen ist.

Die Abstände des Kieles von der Helling an den einzelnen Mallen sind, bei Aufliegen des tiefsten Kielpunktes, folgende:

Mallen

Toleranz = ± 1 mm

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Baubesteck

Kiel

Eiche 35mm, Breite im Bereich des Schwertkastens 150mm, verjüngt nach vorn auf 50mm, nach hinten auf 100mm.

Steven

Eiche 90x50mm verjüngt nach vorn auf 20mm.

Stevenknie

Eiche 50mm.

Spanten

Eiche eingebogen 24x15mm, Abstand 120mm von Mitte zu Mitte.

Bodenwrangen

Eiche 80x23mm, Vor- und Achterkante Schwertkasten je eine Bodenwrange 80x30mm, Anzahl und Anordnung nach Bauzeichnung. Die durchlaufenden Bodenwrangen Vor- und Achterkante Schwertkasten sind mit diesem durch Winkelbleche 3x25mm, Armlänge 200mm, die seitlichen Bodenwrangen durch Flacheisenwinkel 25x5mm, Armlänge 150mm zu verbinden. Statt der Bleche und Winkel können auch Schwertkastenrippen aus Eiche verwandt werden. Abmessungen unten 18x44mm, oben 18x36mm.

Schwertkasten

Unterer Teil Eiche oder gleichwertiges 1 Holz 180x24mm, oberer Teil Eiche oder Mahagoni 18mm, Endstützen Eiche oder gleichwertiges Holz 50x20mm, Höhe des Schwertkastens 500mm über Oberkante Kiel.

Alternativ können die Seitenteile des Schwertkastens auch aus Sperrholz 15mm gefertigt werden. Im unteren Bereich wird dann jeweils eine Dopplung auf 22mm auf­gebracht, die über die ganze Länge des Schwertkastens reicht. Anstelle der Rippen und Wrangenwinkel kann der Kasten durch ein durchlaufendes Mittelbrett 155x30mm gegen die Bodenwrangen abgestützt werden. Es ist um die Außenmaße des Schwertkastens ausgenommen und vereint Mastspur und Plichtmittelbrett.

Decksbalken

2 Mastbalken Eiche 60x25mm, an den Enden 50x25mm, an den Sitzraumenden je ein Balken Eiche 60x22mm, an den Enden 50x22mm, andere Balken Eiche oder Kiefer 50x20mm an den Enden 40x20mm, Abstand von Mitte zu Mitte 300mm.

Balkweger

Eiche oder Kiefer 50x23mm.

Decksbalkenknie

Horizontale Eiche 30mm, Anzahl und Anordnung laut Zeichnung.

Vertikale Knie

Schenkellänge 200mm, Eiche 15mm, Eisenblech 2mm, Flacheisen 25x6mm im Hals, 25x3mm an den Enden, 6 Paar.

Beplankung

Eiche oder Mahagoni, Stärke der Planken unter Wasser 12mm, über Wasser 11mm, mindestens 10 Planken auf jeder Seite. Die Kielplanken dürfen eine Breite von je 170mm, die Oberbeplankung von je 120mm nicht überschreiten.Bei der Verwendung von Eichenplanken darf die Oberplanke aus Mahagoni sein.

Deck

Mahagoni 12mm, Gaboon 14mm; Sperrholzdecks von gleicher Stärke sind erlaubt.

Spiegel

Eiche oder Mahagoni 20mm.

Spiegelknie

Eiche 40mm.

Remmleiste

Eiche oder Mahagoni 40x15mm, Gaboon 40x20mm.

Fußboden

Eiche oder Mahagoni 12mm, Gaboon 14mm. Der Fußboden muß aus einer bis auf Fugen geschlossenen Fläche bestehen und mindestens die Länge und Breite des Sitzraumes haben. Die Remmleiste wird hierbei als zum Fußboden gehörig betrachtet. Die Fugen in dem Bodenbrettern dürfen eine Gesamtbreite pro Bodenbrett von 15mm nicht überschreiten.

Rahmenleiste

Die Rahmenleiste ist die Verstärkungsleiste hinter dem Cockpitsüll: Eiche oder Kiefer 40x20mm.

Scheerstock

Der Scheerstock ist das Cockpitsüll mit Wellenbrecher: Eiche oder Mahagoni 13mm, Höhe vorn 70mm.

Scheuerleiste

Halbrund 20x10mm.

Mastspur

Eiche 30x80mm, vom Schwertkasten über fünf Bodenwrangen reichend.

Mastbacken

(bei Verwendung eines Klappmasts) Eiche 70x30mm, Höhe über Deck 300mm.

Rumpfvermessung

Bei der Rumpfvermessung soll das Boot hochgeplankt sein. Die Spanten sollen, bis auf die Spanten an den Mallen 1, 2, 4, 6, 8, eingebogen und fest eingebaut sein. Ebenso sollen die Bodenwrangen, bis auf die Bodenwrangen neben dem Schwertkasten, fest eingebaut sein. Der Vermesser hat sich davon zu überzeugen, daß die Mallabstände und Materialstärken eingehalten sind. Ferner hat er den Kielsprung bei den einzelnen Mallen von Oberkante Helling bis Unterkante Kiel aufzumessen und in den Baunachweis einzutragen.

Der Vermesser überzeugt sich davon, daß die Außenhaut überall fest an den Mallen anliegt und soll ferner darauf achten, daß die Breite des Bootes durch mindestens vier Querlatten neben den Mallen 2, 4, 6, 8 festgelegt wird. Erst dann dürfen in seiner Gegenwart die Mallen ausgebaut werden. Der Vermesser legt dann sämtliche Mallen mit ihrer größeren Seite auf die Stahlschablone und überzeugt sich, daß sie der Schablone entsprechen. Bei Abweichungen ist dieses zu vermerken.

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Wägung

Bei der Wägung soll das neue, noch nicht im Wasser gewesene Boot ohne alle losen Teile gewogen werden. Wenn das Gewicht des Bootsrumpfes ge­ringer ist als 280kg, so soll es durch Bleiballast, der jedoch 10kg nicht überschreiten darf, auf das Gewicht von 280kg gebracht werden. Das Blei ist unter Deck zu glei­chen Teilen vor dem Mast und achtern am Schott, nachprüfbar aber fest zu montieren. Neben dem Gewicht des Bootsrumpfes ist das Gewicht des Bleiballastes in den Baunachweis aufzunehmen.

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